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Historie
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Karl Puschmann stellt sich dem Durst der Hartmannsdorfer und gründet die neue Brauerei. Als Bierkenner nutzt er die Gunst der Stunde und wechselt von der obergärigen zur untergärigen Braukunst, die in den 80er Jahren ihren Siegeszug feiert.
Trotz hartnäckiger Konkurrenz setzt sich sein Bier durch, und noch Jahre später schwärmt man in ganz Hartmannsdorf von der legendären Kirmes, als zum ersten Male das leckere Bier aus Hartmannsdorf ausgeschenkt wurde

   

Oswald Berthold wird für die folgenden 33 Jahre ein würdiger Braumeister. Der neue Brunnen bringt aus 40 Meter tiefen Fels glänzendes Brunnenwasser, und Bertholds Braukunst findet regen Zuspruch bei Biertrinkern in nah und fern .



Beherzte Hartmannsdorfer stecken ihr Geld in die aufsteigende Brauerei, die fortan "Böhmisch-Brauhaus GmbH" heißt. Es wird immer mehr Bier getrunken, und kontinuierlich wird die Brauerei ausgebaut und technisch verbessert .



Jetzt wird sogar die Wetting-Brauerei im Braugut dazugepachtet und ein Neubau mit einem schönen Gär- und Lagerkeller erstellt .



Harte Zeiten. Der 1. Weltkrieg vergällt vielen das Biertrinken, die Nachkriegs-Inflation tut ihr übriges. Aber was ein echter Hartmannsdorfer ist, der lässt sich nicht so leicht erschüttern. Und als die Renten- und Goldmark die Menschen zur Besinnung kommen lassen, steht die Brauerei, wenn auch etwas schwach geworden, immer noch selbstständig da .



Es beginnt ein zäher Wiederaufbau, doch Oswald Berthold läuft als Wirtschaftsführer zu Höchstform auf. Er investiert jeden Pfennig in das Unternehmen und bringt die Brauerei wieder ganz nach oben. Als er auch noch das "Hartmannsdorfer Edelpils" kreiert und mit intensiver Werbung erfolgreich in aller Munde bringt, ist die Konkurrenz tief beeindruckt .



Ernst Hoppe von der Schlossbrauerei, übernimmt die Firma .



Die "Böhmisch-Brauhaus GmbH" heißt neu "Brauerei Hartmannsdorf, Hoppe & Co.KG". Das Bier schmeckt aber immer noch genau so gut .



Die Brauerei bekommt ein neues Flaschenkellergebäude und eine Abfüllanlage, die 3000 Flaschen pro Stunde schafft. Sehr zur Freude aller Wirte .



Es wird der Sudhausumbau vollendet und noch einiges mehr, die Abfüllanlage schafft jetzt 6000 Flaschen pro Stunde. Der Geschäftsführer wird "Staatlicher Leiter" des Betriebs .



Aus dem "Betrieb mit staatlicher Beteiligung" wird der "VEB Brauerei Hartmannsdorf" .



Wir werden an den "VEB Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt" angeschlossen, dafür bekommen wir "konzentrierte und kontrollierte Investmittel". Sofort werden zwei neue Lagerkeller und ein neuer Gärkeller gebaut. Das schönste aber: Die Abfüllanlage schafft jetzt 9000 Flaschen die Stunde .



Anschluss an die "VEB Mittweidaer Löwenbräu" .



Die B.B. Group Company (Germany) erwirbt die Mittweidaer Löwenbräu GmbH. Damit ist auch die letzte Brauerei Sachsens privatisiert. Die B.B. Group Company (Germany) ist eine Tochter der B.B. Group Bangkok (Thailand), die zur Boon Rawd Brewery gehört, welche eine der größten Brauereien Asiens ist. Bringt sie doch jährlich 6,5 Millionen Hektoliter Bier auf den Markt .



Am 9. Juni ist die Grundsteinlegung für das neue, große Brauhaus, am 28. September feiern wir Richtfest .



Am 20. März wird der erste Sud gebraut.
Am 25.Juli wird die Einweihung des neuen Brauhauses gefeiert. Und das wird ebenso legendär wie die Kirmes 1887, denn diese Braustätte der Mittweidaer Löwenbräu GmbH präsentiert sich als hochmoderne Brauerei auf einer Fläche von 18000m², bei einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Mark. Wenn das doch nur Karl Puschmann noch erleben dürfte .


Inzwischen ist die Brauhaus Hartmannsdorf GmbH eine inhabergeführte, mittelständische Privatbrauerei, die neben zahlreichen Bierspezialitäten, dem Trend der Zeit entsprechend, auch Biermischgetränke und ein breites Spektrum an Limonaden herstellt. Neueste Produkte sind das süffige Festbier, welches in der grünen 0,5 l und 0,33 l Longneck-Flasche erstmals zum Brauereifest am 14. Juli 2007 vorgestellt wurde sowie das 1. koschere Bier Sachsens "Simcha".

   
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